ON THE BLOG

Sonntag, 17. Juli 2016

Die gute alte Zeit des Beautybloggens !?

Früher war alles besser!? Nein, war es natürlich nicht. Aber so manches Mal in den letzten Wochen erwische ich mich bei dem Gedanken an früher, an meine Anfänge in der Welt der Beautyblogs. Wie ich damals über ein paar (noch ganz unprofessionelle) Videos auf Youtube stolperte, und so auch auf Beautyblogs aufmerksam wurde und mir dachte: "Wow, wie cool! Lauter beautybegeisterte Menschen, die sich austauschen, Limited Editions und neue Produkte jagen und vorstellen, und vor allem ihre Leidenschaft miteinander teilen." Ich speicherte mir in den nächsten Tagen und Wochen diverse Blogs in meinen Lesezeichen ab und klickte dort alle paar Tage vorbei. Und recht schnell war da die Idee in meinem Kopf: "Das will ich auch, und zwar am besten sofort!" Ich war Feuer und Flamme, suchte nach einem Namen und legte direkt los. Das war 2011.

Seit dem ist viel passiert in der Beauty-Blogosphäre. Zunehmend mehr Professionalisierung und Perfektionierung. Professionelle Blogdesigns, teure Kameras, Tageslichtlampen, Fototische, verschiedene Fotountergründe und Requisiten, Suchmaschinenoptimierung, Kooperationen, aufwendige Postings, mehr Recherche, viel mehr Social Media Aktivitäten und und und. Ein einfaches NOTD wie früher reicht einfach nicht mehr aus. Davon kann man mal ein Foto auf Instagram posten, aber dort soll es bitte auch kein schlecht belichteter Schnappschuss sein, der nicht in den Feed passt...!


Könnt ihr euch noch erinnern, als man Blogposts las mit Tipps für Blogger à la "Verkleinert eure Bilder! Kommentiert! Möglichst weißes Papier unter die Produkte legen! Keine Musik und keine pinke/grüne/gelbe Schrift auf der Seite!" :-D Mittlerweile geht es eher darum, wie man Kooperationen an Land zieht und Tausende Instagramfollower bekommt.

Manchmal, wenn es mal wieder um die sinkenden Klickzahlen geht, denke ich: kein Wunder! Vor ein paar Jahren, hat man eben besagtes NOTD gepostet und war danach auf anderen Blogs unterwegs und hat gelesen und hat kommentiert. Jetzt hat man ja mit seinem eigenen Blog schon alle Hände voll zu tun. Wer hat noch Zeit andere zu lesen und auch noch zu kommentieren? Möglichst perfekte Fotos brauchen Zeit, bei der Entstehung und der Nachbearbeitung. Die Texte müssen gut sein. Einfach so etwas zu meiner Hautpflege schreiben? Puh, das würde ich nicht (mehr) machen. Dann natürlich möglichst auf Instagram aktiv sein und perfekte Bilder posten. Und Snapchat nicht vergessen. Und bei Twitter und Facebook vielleicht auch mal vorbeischauen.

Das ist ja auch nicht tragisch. Keiner ist gezwungen, das alles zu machen (außer vielleicht diejenigen, die das beruflich betreiben...). Man muss nur wirklich aufpassen, dass der Spaß bei der Sache nicht auf Strecke bleibt. Eine Leidenschaft für Make-up zu teilen hat nicht wirklich etwas mit dem perfekten, farblich abgestimmten Instagramfeed zu tun. Wenn alles von Regeln und zu hohen Ansprüchen geprägt ist, dann geht die Leichtigkeit verloren. Und diese Leichtigkeit mit weniger Perfektionismus ist das was ich in letzter Zeit beim Bloggen vermisse. 

Es gibt noch so viel zu diesem Thema zu sagen. Beispielsweise über die Entwicklung zum Blogzine, Reichweite, Vor- und Nachteile der Zusammenarbeit mit Firmen, Fashionblogger auf reinen Beauty-Events, die verlagerte Kommunikation auf andere Kanäle etc. Aber das würde hier jeden Rahmen sprengen.

Bei Miss Xtravaganz habe ich diese Woche einen interessanten Blogpost zum Thema "Sind Beautyblogs out?" gelesen. Auch die Kommentare sind lesenwert! Und bei I need Sunshine ging es vor kurzem bei der Montagsfrage ebenfalls um ein ähnliches Thema.


Wie geht es euch mit diesem Thema - als Blogger und als Leser? Vermisst ihr manchmal auch diese ganz unperfekten Anfänge ohne die hohen Ansprüche oder begrüßt ihr die Entwicklung?



Kommentare

  1. Mit den Worten: "Jetzt hat man ja mit seinem eigenen Blog schon alle Hände voll zu tun. Wer hat noch Zeit andere zu lesen und auch noch zu kommentieren?" triffst du es meiner Meinung nach auf den Punkt. Ich selber lese und kommentiere genauso viel wie vor ein paar Jahren, viele aber glaube ich leider nicht - und das merkt man dann an den Zahlen und vor allen Kommentaren. Ich finde das wirklich schade. Da wird dann damit "geprahlt", dass man mal wieder eine Blogrunde dreht. Schade, dass das nicht mehr regelmäßig und selbstverständlich passiert sondern offenbar (so macht es manchmal den Anschein) nur, um sich mal wieder blicken zu lassen, aber weniger aus echtem Interesse. Ich will damit nicht alle über einen Kamm scheren, aber manchmal habe ich diesen Eindruck schon bei einigen. Diese Entwicklung finde ich sehr schade... lg und einen schönen Sonntag, Lena

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  2. Wie Recht du hast! Also einerseits finde ich es toll, dass wir mit unserem Hobby Geld verdienen können. Aber andererseits hast du durchaus recht, dass die Leichtigkeit etwas fehlt. Und die Zeit, die man mit Social Media verbringen "muss" nimmt wirklich überhand. Dazu noch die ganzen Mails am Tag, die gelesen und beantwortet werden wollen. Es stimmt leider wirklich, dass ich kaum noch andere Blogs lese, weil einfach keine Zeit ist.
    Anderer seits kann man sich natürlich auch bewusst entgegen entscheiden, da mit zu ziehen. Man muss ja keine Kooperationen eingehen und sich nicht mehr professionalisieren, als es einem selbst Spaß macht. Mag sein dass man dann nicht die größte Follower Base bekommt, aber das ist dann vielleicht auch gar nicht so wichtig. :)

    Übrigens kann ich mich noch sehr gut an deine Blog Anfänge erinnern. Dein Blog hat plötzlich eingeschlagen wie eine Bombe, weil du einfach von Beginn an so unglaublich schöne, qualitativ hochwertige Bilder hattest und traumhafte AMUs gezaubert hast. Auf dem Niveau hätten viele von uns gerne angefangen, da konnte man schon neidisch werden. :)

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  3. Wie sagt man so schön?
    Es hat alles seine Vor und Nachteile.
    Ich vermisse schon die Leichtigkeit der alten Blogs, gerade weil es da gar keinen Zwang gab und man einfach nicht musste.
    Drei Bilder pro Tag bei Insta, jeden Tag mehrfach die Mails schicken, zig Bildbearbeitungsapps für Smartphone, da man ja minium 3 Filter auf seine Bilder.
    Ja aber mein Gott..
    Wie sagte Ovid?
    Zeiten ändern sich. Und wir uns mit Ihnen.

    Liebe Grüße
    Ann - http://kolonialwarenladen.blogspot.de

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  4. Liebe Roselyn,

    ich komme zwar aus einer anderen Bloggersparte, kann deinen Beitrag aber genau so unterschreiben.

    Jahrelang habe ich mit Freude an meinen "Küchenzaubereien" geschrieben. Und dann wurden die Foodfotos immer perfekter, die Kameras immer größer und als der Hype um die perfekte Auslichtung und Deko im Hintergrund anfing, habe ich zu zweifeln begonnen, ob ich das wirklich weiter führen möchte. Dazu kam eine große berufliche Veränderung, die mir weniger Zeit zum Bloggen gab - ich habe am Schluss teilweise über Wochen vorgebloggt, um die Routine beizubehalten. Was meiner Meinung nach auch nicht Sinn der Sache ist. Ich beobachtete die anderen "großen" Foodblogs und stellte fest: nein, denen kann ich das Wasser nicht reichen. Weder vom Technischen noch vom Inhaltlichen, da ich einfach einen komplett anderen, "hausfraumäßigen" Essensgeschmack habe.

    Und dann habe ich mir eine Auszeit verhängt, einfach, weil mir mein Hobby zu viel wurde. Nach 1,5 Jahren Auszeit bin ich nun der Überzeugung, dass ich nicht mehr in die Bloggerwelt zurück kehren werde. Es würde mir keinen Spaß mehr machen.

    Also koche und backe ich fröhlich weiter vor mich hin, mache ab und zu noch ein Foto für Instagram und genieße mein Essen warm. Denn bei der ganzen Deko drumrum war das am Ende oftmals nicht mehr der Fall. ;-)


    Ich finde diese Entwicklung im Übrigen sehr, sehr schade. Und ich sehe dieses "höher, schneller, besser" mehr als kritisch...


    Viele liebe Grüße,
    Evi

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    1. ich vermisse die Küchenzaubereien! :/
      Mein liebstes Cookiesrezept habe ich von dir. Zwar muss man solche Entscheidungen akzeptieren, aber wenn alle kleineren Blogger, aufgrund des Druckes von angeblicher Professionalität, aufhören, dann muss man sich nicht wundern, dass sich die Bloggerwelt verändert und zum Einheitsbrei mutiert. Ich finde man muss auch selbst bereit sein, etwas dagegen zu halten, wenn man sich doch eigentlich selbst mehr Abwechslung innerhalb der Community wünscht. Auch wenn das bedeutet, dass man nicht immer ganz vorn mit schwimmt. LG

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    2. Kann ich exakt so unterschreiben!

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    3. Danke für euer Feedback. :-)

      Es ist ein Teil des Ganzen - ich habe ja bei mir auf dem Blog und auch hier schon geschrieben, dass ich einfach auch keine Zeit mehr dafür habe, da ich beruflich sehr eingespannt bin. Dass ich darauf nicht weiter eingehe, ist hoffentlich verständlich. :-)

      Liebe Grüße,
      Evi

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  5. Ich finde es absolut schade. Ich merke selbst, wie ich mich beim Bloggen extremst unter Druck setze und die Ursprungsmotivation "Spaß an der Sache" immer mehr in den Hintergrund rückt. Man sieht so viel Professionalität und da möchte man eben nicht auf der Strecke bleiben... Liebe Grüße, Anja |
    www.modewahnsinn.de

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  6. Als Blogleserin ohne eigenen Blog sprichst du mir aus der Seele. Mich nerven diese perfekten, durchgestylten Beiträge (sei es bei Fashion, Beauty, Koch oder Elternblogs) welche mir oft einfach etwas verkaufen wollen. Ich vermisse die Anfänge...wenn ich gestylt will kaufe ich mir ein Magazin. Ich bin über Beautyblogs überhaupt zum Bloglesen gekommen und liebe es einfach zu sehen wie andere leben, andere Meinungen zu lesen, Rezept oder Reviews zu lesen. Aber diese ganze Professionalisierung nervt sehr und teilweise fühle ich mich als Leserin auch verkauft.
    Instagram, Snapchat, Twitter nutze ich nicht da ich gefühlt schongenug Zeit am Smartphone verbringe...aber oftmals verpasse ich eine Menge da vieles nicht mehr auf den Blogs passiert sondern daneben. Ich bin für back to the Roots!

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  7. Siehst du, genau deshalb mag ich nur noch im Ausnahmefall Kooperationen eingehen. Ich poste auf meinem Blog, was ich will. Bei FB bin ich sehr aktiv, bei Twitter ein bisschen. Instagram läuft nur nebenbei, Snapchat kenne ich überhaupt nicht. Ich nehme mir lieber die Zeit, die Berichte anderer Blogger zu lesen (die sich ja extra große Mühe gegeben haben), als meine Zeit mit irgendwelchen Trend Social Media-Seiten zu verplempern - über die in einem Jahr vermutlich sowieso niemand mehr spricht!

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  8. Also ich kann das, was du geschrieben hast, voll und ganz unterstreichen. Ich habe mittlerweile auch so langsam die Lust am Blog verloren.
    Ich habe einfach keine Zeit, jedes Mal einen neuen Hintergrund zu besorgen, mir neue Ideen zu holen, wie ich meinen letzten Post und die anderen übertreffe, damit mein Blog aussieht, als ob es ein professioneller Grafiker erstellt hat.
    Ich vermisse die alten Zeiten, in denen wir uns gegenseitig unsere Liebe für Kosmetik vorgeschwärmt haben und das Bloggen keine Battle für den besten Blog war.
    Ich finde es schade aber ich überlege schon sehr lange,ob ich nicht das Ganze sein lasse und einfach meine Schminke nur für mich liebe.

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  9. Sehr schöner Beitrag. Ich bin seit einem halben Jahr mit meinem Beauty-Blog unterwegs, und betreibe es hobbymäßig. Ich habe nur eine schlechte Kamera und liebe es, meine Make-Up's zu zeigen. Das macht mir Spass und das ist ja auch die Hauptsache. :-) Natürlich hilft Social Media viel, um einen breiteren Kreis zu erreichen. Aber für mich ist der Blog einfach ein super Hobby und ich lese sehr gerne andere Blog's, da dadurch ja auch meine Leidenschaft für das Bloggen anfing.

    Liebe Grüße,

    Cristin

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  10. Bisher bin ich hauptsächlich Leser von Blogs - so auch von Deinem, der zwar nicht viele aber wenn dann authentische Beiträge hervorbringt. Da ich eben sehr gerne lese, andererseits aber auch gerne schreibe, habe ich nun auch angefangen zu bloggen und deine Fragestellung beschäftigt mich natürlich auch. Gibt es noch eine Platz für ehrlichen Meinungsaustausch? Oder ist das Thema übermonetarisiert und komplett in professioneller Hand? Am Ende des Tages bestimmt der Leser. LG

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  11. Als ich angefangen habe zu bloggen (2013), waren die meisten "großen" Blogs schon sehr professionell. Dass nun immer mehr Stimmen laut zu werden scheinen, die diese Entwicklung schade finden, finde ich persönlich gut! Nicht, dass ich was dagegen hätte, dass diese Blogs erfolgreich sind und auch Geld verdienen können - im Gegenteil: Ich freue mich für die Mädels! Aber mir waren immer die Blogs mit viel Persönlichkeit, denen Professionalität egal ist und die sich nicht nur auf Konsum beschränken am liebsten... Ist aber natürlich auch Geschmacksache!

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  12. Ich finde es auch schade, dass das gegenseitige Kommentieren so nachgelassen hat. Aber ich sehe es an mir selbst, ich arbeite über 40h die Woche und versuche meinen Blog seit 6 Jahren am Leben zu erhalten. Leider versäume ich da oft, andere Blogs zu lesen. Aber ich werde versuchen es zu ändern.

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  13. mir geht es genauso! mein blog war am Anfang echt nicht perfekt und ich mochte ihn. damals hatte ich auch viel mehr Kommentare. heute, nachdem ich ihn mühselig gepimpt habe (mann, das war vielleicht ein Akt!) sieht er zwar ganz nett aus, doch wirklich viel passiert ist jetzt nicht. und weil es neben meinem eigentlichen beruf so in "Arbeit" ausgeartet ist, schreibe ich selbst seltener und kommentiere auch nur noch unregemässig... eigentlich eine schande, denn es wäre sehr traurig, wenn blogs tatsächlich aussterben würden...

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  14. Oh ja! und wie ich die alten Zeiten vermisse!
    Momentan ist alles zu heftig geworden!
    Wo ist die ganze Leidenschaft geblieben????
    Ich mache Dashbord auf und das was ich sehe kotzt mich nur noch an!? Wieso? Weil ich sehe nur noch Beiträge mit PR Samples... es ist ein Kampf... wer zu erst, wer hat mehr bekommen, wer hat schönere Bilder gemacht usw.usw.
    Gottseidank ich kaufe 95% selber und bin nicht "gezwungen" über alles sofort zu schreiben!
    Das ganze Sozial Media Ding nervt mich gewaltig! Leute, die ein schönes Bild posten mit eine Essie Flasche werden sofort überall eingeladen und bekommen jedes mal alles zugeschickt bekommen! Fashionblogger auf einen Beautyblogger Event?!?!? WTF!?!?! Das ist echt too much! ich blogge seit über 5 Jahren und war 3 Events eingeladen! Tja.... wieso??? Weil ich zu klein bin? weil ich nicht mindestens 15K Follower auf Instagram habe? weil ich keine Arschkriecherin bin! Ich sehe doch wie viele Insta-Blogger ( ja, so nennen die sich ) bei den ganzen PR Leuten immer schön schleimig kommentieren! Das ist echt traurig!
    Ich vermisse das gegenseitige Kommentieren... ich vermisse die alten Zeiten!Oh ja- sehr!

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  15. hihi - ich sammele diese Beiträge gerade aktuell. Denn wie du selbst hier feststellst, gibt es zu derartigen Themen in den letzten Monaten vermehrt Beiträge. Zukunftssorgen? Oder einfach Selbstreflexion...
    Das Thema kommt also definitiv in meinen Jahresrückblick. Das scheint die Blogosphäre aktuell sehr zu beschäftigen. Ich persönlich lasse Neues gern auf mich zukommen. Veränderungen müssen nicht immer schlecht sein. Irgendwie geht es immer weiter, so lang man es auch will. Vielleicht gibt es tatsächlich bald nur noch große Blogs und die kleineren bleiben auf der Strecke, da sie sich nicht mehr lohnen. Aber dafür werden sich andere Kanäle auftun. Nach Facebook kam Twitter, nach Twitter kam Instagram, nach Instagram kam Snapchat. Wer weiß, was der nächste heiße scheiß wird. Und bei Blogs sehe ich das so ähnlich. Dinge verlagern sich - Entwicklungen sind unaufhaltsam. Da ich nicht finanziell abhängig vom Bloggen bin, ist es für mch nicht wichtig, damit erfolgreich zu sein. Manche Dinge finde ich zwar auch schade - bspw. dass man deutlich weniger Kommentare bekommt, als vor einigen Jahren. Aber ich werde es so lang machen, wie ich Spaß daran habe. Und danach wird sich vllt eine andere Platform finden :)
    LG

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  16. Ich poste noch immer NOTD, bzw. zeige einfach einen Nagellack! Allerdings gab es früher darunter deutlich mehr Kommentare, das stimmt. Oder allgemein gab es früher mehr Kommentare und das ist wirklich schade!

    Ich liebe das Bloggen und werde es nicht aufgeben, nur weil die Blogosphäre meint, es müsse alles aufwendig und perfekt sein und ich da nicht mehr ganz mitkomme. Für mich ist es noch immer mehr Hobby als Zuverdienst.

    Aber du hast Recht, die Blogosphäre hat sich sehr verändert in den letzten 5 Jahren. Ich habe auch 2011 angefangen und damals fühlte es sich tatsächlich leichter an. Man hat auch leichter mehr Leser bekommen. Bei mir tut sich schon seit mindestens 1 Jahr überhaupt nichts mehr an den Leserzahlen! Aber egal. Ich freue mich immer, wenn ein treuer Leser kommentiert und das allerschönste Kompliment hat mal eine neue Leserin gemacht: "Ich habe heute deinen Blog entdeckt und einfach mal alle Posts vom ersten bis zum letzten durchgelesen!" Ich war so gerührt, das glaubst du gar nicht!
    Aber auch ich sollte mehr kommentieren bei anderen, das muss ich zugeben.

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  17. Ich gehöre auch zu den eher kleineren Bloggern obwohl ich das seit 6 Jahren mache. Mittendrin hatte ich aber auch eine richtige Flaute und als ich wieder damit anfing merkte ich schnell, dass sich nicht mehr allzu viele Leser für meine Posts interessierten. Ich habe mich aber trotzdem nicht aufhalten lassen und mache einfach weiter. Ich habe keine professionelle Belichtung und erst recht kein professionellen Hintergrund. Ich mache meine Nagellackbilder immer noch so, wie es mir gefällt "einfach in der Luft gehalten", denn eines habe ich mir damals geschworen: mein Blog ist MEIN Hobby, MEIN Ort an den ich mich austoben und kreativ sein kann und ich werde mich nicht von der Masse runterkriegen lassen und etwas tun, was mich nicht mehr glücklich macht. Lieber habe ich weniger Leser, aber dafür noch Freude am bloggen. Mein Blog ist vielleicht nicht professionell genug, oder nicht bekannt genug um gesponsert zu werden, ABER dafür ist es AUTHENTISCH! Und darauf kann ich stolz sein, denn ich bin, in einer Welt, wo jeder dem anderen gleichen will, mir treu geblieben.

    Liebe Grüße,
    Valentina

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  18. Mein Blog existiert nun seit 6 Jahren. Er ist nie merklich gewachsen und ehrlich gesagt, auch wenn ich gern ein paar Leser mehr hätte, so möchte ich keine Tausende Leser haben, weil das auch Druck erzeugt und den mache ich mir mit meinem Hobbyblog sicher nicht. Auch habe ich fast immer nur "billiges" Drogeriezeugs auf dem Teller, das kommt ja auch nicht bei jedem gut an.

    Was Du allgemein zur Entwicklung schreibst, so beobachte ich diese Tendenzen auch in den letzten 2-3 Jahren. Wer keine Kooperationen hat, ist out oder unwichtig, wer kein Business mit seinem Blog machen kann oder will, ist langweilig und liegt somit nicht im Trend. Das ständige "wie kann ich meinen Blog noch professioneller gestalten" geht mir schon lange auf die Nerven.

    Ich fand die Zeiten vor 4-5 Jahren ideal. Es gab noch nicht so viele Beautyblogs, der Austausch untereinander war harmonisch, aber ich habe leider bei einigen Bloggerinnen, die mit mir in etwa anfingen und heute gefühlte 80 Kooperationen/Gratispakete im Monat erhalten, das Gefühl, dass es ihnen letztlich nur oder sagen wir mal hauptsächlich darum ging, irgendwann mal "abstauben" zu können. Aus meiner alten Blogleseliste sind viele Blogs rausgeflogen, weil ich sowas nicht unterstützen möchte; auch keine Blogs, die mittlerweile leider zu 80 Prozent sponsored posts bestehen. Ich finde die Entwicklung größtenteils traurig, das möchte ich an dieser Stelle mal ehrlich sagen. Auch habe ich zunehmend das Gefühl, dass viele sich nur grob mit den reviewten Produkten beschäftigen, weil die nächsten Sachen stehen ja schon in den Startlöchern...vieles ist mir oberflächlich und somit leider auch beliebig austauschbar geworden.

    Das Kommentieren haben viele Bloggerinnen gar nicht mehr nötig - offensichtlich. Und wenn ich in meiner Blogstatistik sehe, wer sich so alles auf meinem Blog herumtreibt, muss ich manchmal grinsen - aber, warum hinterlässt man mir nicht auch mal einen Kommentar? Vermutlich schickt sich das nicht, wenn man Zigtausend Leser hat^^ alles in allem würde ich mir eine überschaubare Anzahl an Beautyblogs zurückwünschen und eine nette Community, wie es sie früher durchaus gegeben hat. Liebe Grüße

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  19. Hallo,
    ich sehe die "Szene" auch aus beiden Seiten...
    Mein Blog ist klein aber mein. Jedoch muss ich gestehen, dass meine Ansprüche an mich und meinen Blog auch stetig steigen.... wobei ich nach u.a. Deinem Beitrag mal in mich gehen sollte... Denn aus Sicht als Leser wollte ich gerade anführen, dass ich es schade finde, dass die Leichtigkeit verloren gegangen ist und die Professionalität auch im Hobbybereich immer weiter fortschreitet.
    Wenn ich bedenke, die ersen Fotos unbearbeitet, mit dem Handy, auf den Blog - und nun? DSLR, Fotolichtzelt, Softboxen, etc...
    Gut, irgendwie entwickeln wir uns wohl alle weiter - aber irgendwie schade, dass das Hobby dabei in den Hintergrund gerät.
    Ich schaffe es leider nicht mehr so viel zu kommentieren, wie früher - was allerdings weniger meinem Blog geschuldet ist, sondern mehr der Tatsache, dass meine Kinder größer werden und meine Zeit mehr bzw. anders beanspruchen.
    Liebe Grüße
    Anke

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  20. Gerade hab ich schon bei Denise kommentiert und nun nochmal Deinen Beitrag gelesen. Eigentlich will man nur den Kopf auf die Tischplatte legen und nichts mehr denken bei dem Thema.^^

    Mein Beautyblog ist erst ein dreiviertel Jahr alt. Als ich den Entschluss fasste, ihn nun doch endlich zu gründen, habe ich erstmal mehrere Wochen vorgearbeitet. Das Design erstellt (ok, eigentlich nur den Header, der Rest kam peu a peu), Produkt- und Facefotos gemacht für mehrere Beiträge im voraus. Eine Ordnerstruktur angelegt, ganz viele Notizen gemacht und für den Launch ein festes Datum gesetzt. Mit anderen Worten: die Ansprüche, die ich an mich selbst habe, sind hoch. Und ich wollte mit einer guten Qualität einsteigen, auf allen Ebenen. Nun ist es bei mir so, dass ich beruflich aus der Foto- und Designecke komme und sich mir darum nie die Frage gestellt hat, mit der DSLR zu fotografieren. Außerdem gehen mir dadurch die Produktfotos und die generelle Nachbearbeitung sehr viel leichter von der Hand. Diesen "Heimvorteil" genieße ich. Allerdings muss man aufpassen, dass man sich nicht zu sehr von anderen, größeren Blogs einschüchtern lässt. Ich versuche darum, gar nicht allzu viel nach rechts und links zu schauen, sondern arbeite an meinen eigenen Sachen. Das heißt nicht, dass ich keine Blogs lese. Aber ich arbeite daran, mich von Gedanken wie "Oh die hat ja dies und die kann das und die wurde bei xy eingeladen" zu befreien. Denn wie Du schon sagst, hat man ja mit seinem eigenen Blog alle Hände voll zu tun.

    Youtube und Snapchat lehne ich ab. Ersteres konsultiere ich in Beautybelangen eigentlich nur dann, wenn ich gezielt nach Tutorials suche. (Oder wenn ich Jeffree Star reden hören will *hach*) Instagram ist eine schöne Spielerei, ersetzt aber für mich niemals ein richtiges Blog.

    Ansonsten habe ich mir vorgenommen, so lange kreative Looks zu bloggen, bis meine Haut alt und runzelig ist. :-D

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  21. Toller Beitrag der zum Nachdenken anregt. Ich sehe in der Professionalisierung im Grunde nichts schlechtes. Es gibt viele Blogs die einfach schon seit Jahren bloggen und da ist das vermutlich eine normale Entwicklung: Die Fotos werden besser, man lernt dazu, die Firmen werden auf einen aufmerksam. Man sollte sich davon halt nicht unter Druck setzen lassen, auch wenn das natürlich leichter gesagt ist als getan. Wenn ich an meine Anfänge zurückdenke! Ziemlich planlos und vom Bloggen eigentlich keine Ahnung :D Heute hingegen starten schon viele neue Blogs richtig professionell mit tollem Design und Fotos.

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  22. Bei deinen Worten werde ich richtig nostalgisch *lach*. Ich verstehe so viele Bewegungen nicht: Blogsterben, SEO Optimierung, Snapchat, Follower-Batteln, DM Kauf-Rausch, Wer-swatched-am-schnellsten, Dekoration, Softbox uswusf. Ich habe schon so viele Blogs wegen diesen Dingen entaboniert dass meine Pinnwand richtig leer geworden ist! Es muss ja nicht jeder Blog aussehen wie ein Hochglanzmagazin. Wenn es zwei, drei in meiner Pinnwand sind reicht es. Ab und zu brauhc ich uch schöne Bilder, aber am liesbten mag ich immer noch ehrliche Textwände und noch ehrlichere Fotos.

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  23. Hallo,
    Ich bin nur Leser, die Veränderung ist mir aber auch aufgefallen. Aus Lesersicht finde ich es nicht ganz so schlimm, wenn ein Blog nur noch PR Samples anpreist und alles nur noch aussieht wie im Magazin statt auf einem authentischen Blog, dann lese ich den Blog einfach nicht mehr. Eine gewisse Professionalität finde ich gut, ich möchte auf den Fotos auch die Farben richtig erkennen können usw. aber das perönliche, authentische darf dabei nicht verloren gehen. Dass der Druck als Blogger groß ist, mit den perfekt durchgestylten mitzuhalten, kann ich mir vorstellen. Aber vielleicht sollte man gerade versuchen sich davon abzusetzen. Klar dann kommt vielleicht nicht so viel Geld bei rum, aber man behält den Spaß an seinem Hobby. Und es gibt auch Leser die gerade das zu schätzen wissen und eben nicht dieses perfekt inszenierte wollen.
    Was ich immer wieder schade finde, ist wenn die Kommentare nur noch aus "toller Post, schau doch auch mal bei mir vorbei" bestehen. Als Nur-Leser kommentiere ich um ins Gespräch mit dem Blogger oder anderen Lesern zu kommen. Aber das klappt nur noch bei wenigen Blogs, da bei den meisten nur noch Eigenwerbung in den Kommentaren steht...
    Vielleicht gelingt es ja, abseits der professionellen Blogs eine kleine eigene Community zu schaffen, ähnlich wie es bei den Skincare Blogs ist - dort gibt es viel Authentizität, kein perfekt durchgestyltes Design, wenig PR Samples und echte Diskussionen in den Kommentaren. Viel Geld verdienen lässt sich damit bestimmt nicht. Aber da muss man sich als Blogger eben entscheiden, was man will. Den Spaß am Hobby behalten oder eben einen Job machen, mit Bezahlung aber evtl dann ohne eigene Begeisterung.
    LG Lizzy

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  24. Du schreibst mir völlig aus der Seele. Ich finde durch das ganze streben nach Perfektion ist die Individualität völlig flöten gegangen. Viele Blogs sind, zumindest meinem Gefühl nach, nur noch darauf ausgelegt, möglichst seriös und für Firmen ansprechend zu wirken.
    Ein gewisser Witz und eigener Stil beim Schreiben verschwindet darunter. Es werden auch nur noch wirklich perfekte Looks gezeigt. Ich vermisse Artikel, in denen es darum geht, was oder wie man etwas p e r s ö n l i c h trägt. Aber ich denke, das ist auch nicht (mehr) gefragt. Leider....!

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  25. Du hast auf jeden Fall recht. Irgendwie sind Blogs eher zum Business als zum Hobby des Besitzers geworden. Ich will mich da auch gar nicht rausnehmen, aber früher war alles müheloser und natürlicher, was auch den Charme des Bloglesens ausgemacht hat. Ganz schleichend hat sich all das geändert. Viele Blogs konvergieren zu einem Einheitsbrei und haben persönliche Noten verloren. Und nebenher gibt es dann eben noch die Bewegung zum Passiven hin - also Youtube, was es Beautybloggern umso schwerer macht, in Schrift und Bild überhaupt noch beim Leser anzukommen. Ich will mich da selbst auch gar nicht rausnehmen und habe mich sicher - und zum Glück - innerhalb der letzten Jahre auch verändert, aber schade ist es schon, was da vor sich geht bzw. vielleicht auch ein wenig unbemerkt in den letzten Jahren vor sich gegangen ist. Liebe Grüße, Isa

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  26. Ich habe in der letzten Zeit auch über meinen Blog nachgedacht.
    Denn auch mir ist die Lust vergangen, weil scheinbar um mich rum nur noch Blogs existieren, auf denen alles so perfekt aussieht. Die Bilder oder auch das AMU.
    Ich selber möchte das nicht, mir fehlt schlicht einfach der Platz um meine Sachen so in Szene zu setzen, wie es bei anderen der Fall ist. Also mit Fototisch, Lampen usw.

    Aber mittlerweile bin ich der Meinung, das muss ich auch nicht. Meine Bilder entstehen weiterhin auf meiner Fensterbank und das ist okay. Mein Blog wird wahrscheinlich so klein bleiben, aber besser das, als wenn der Druck irgendwann so groß ist, dass es keinen Spaß macht.

    Heute habe ich mich auch mal wieder durch mein Dashboard geklickt, weil ich die Woche keine Zeit hatte. Und ich habe bewusst auch mal wieder kommentiert, was ja auch oft zu kurz kommt.

    LG
    Faye

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